Graduiertenschulen und -kollegs an der Universität Passau

Graduiertenschulen und -kollegs an der Universität Passau

Bavarian Graduate Program in Economics (BGPE)

Das Internationale Doktorandenkolleg wird von den volkswirtschaftlichen Fakultäten, Instituten und Fachbereichen beinahe aller bayerischer Universitäten mit einem grundständigem VWL-Studium erstmals gemeinsam angeboten. Die Forschung zentriert sich um das Gebiet "Incentives", insbesondere um Fragen der Anwendung der Anzreizökonomie auf Institutionen und Märkte. Beteiligt sind sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung der analytischen wie empirischen Methoden der Anreizökonomie arbeiten, als auch solche, die diese Kenntnisse auf konkrete Institutionen und Märkte anwenden.

Diese Kombination aus theoretischer, empirischer und anwendungsbezogner Kompetenz ist das wesentliche Merkmal des Kollegs. Gemeinsam organisieren die beteiligten Universitäten Forschungsworkshops und Doktorandenschulungen. Renommierte Dozentinnen und Dozenten aus dem Ausland werden in das Lehrprogramm einbezogen. Im Rahmen der Promotion verbringen die Promovierenden ein Semester im Ausland und absolvieren ein zwei- bis dreimonatiges außeruniversitäres Praktikum. Hierfür werden erstmalig die individuellen Kontakte der beteiligten Wissenschaftler zusammengeführt, um den Doktorandinnen und Doktoranden ein weitreichendes Netzwerk anzubieten. Ein Wissenstransfer über die im Kolleg geförderten Promovierenden hinaus wird dadurch gewährleistet, dass die Schulungen und Workshops auch den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Universitäten offen stehen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael Grimm
Lehrstuhl für Development Economics
E-Mail: Michael.Grimmatuni-passau.de

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Bayerisches Promotionskolleg Politische Theorie

Das Bayerische Promotionskolleg Politische Theorie ist eine universitätsübergreifende Kooperation der Universitäten Passau, Erlangen-Nürnberg, Eichstätt und Regensburg. Es gibt den Promovendinnen und Promovenden der vier Hochschulen einen institutionellen Rahmen zur Durchführung ihrer Promotionsvorhaben und mit den regelmäßig veranstalteten Tagungen die Möglichkeit einer umfassenden fachlichen Begleitung. Als Austauschplattform bietet es die Möglichkeit zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie zur Erprobung von praktischen Fähigkeiten in Organisation und Durchführung von Tagungen. Das Promotionskolleg ist Teil des "Bayerischen Zentrum für politische Theorie".

Leiterin des Promotionskollegs:
Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig
Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte
E-Mail: Barbara.Zehnpfennigatuni-passau.de

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DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung"

DFG-Kolleg Privatheit

Das interdisziplinäre und interfakultäre DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 „Privatheit und Digitalisierung“ ist an der Philosophischen und an der Juristischen Fakultät der Universität Passau verankert. Eine Promotionsmöglichkeit besteht daher in verschiedenen geistes-, kultur- sowie rechtswissenschaftlichen Fachgebieten.

Das Graduiertenkolleg widmet sich in der Verlängerungsphase den privatheitsspezifischen Aspekten der Digitalisierung und greift damit ein Thema von hoher Aktualität und politischer Relevanz, gesellschaftlicher Brisanz und einer herausragenden wissenschaftlichen Bedeutung auf. Ziel des Graduiertenkollegs ist es, den Stellenwert des Privaten unter den Bedingungen von Digitalisierung und zunehmender informationeller Fremdbestimmung zu justieren und die vorhandenen Privatheitskonzepte auf den Prüfstand zu stellen. Schon die Komplexität der ungelösten Probleme im Schnittfeld von Technik, Recht, Ethik, Kultur und Sozialverhalten erfordert eine interdisziplinäre wissenschaftliche Forschung, die an der Universität Passau einen idealen Nährboden hat.
Die Zusammenarbeit der Juristischen und der Philosophischen Fakultät soll fortgesetzt werden, insbesondere unter Einbeziehung medien- und kulturwissenschaftlicher Forschungsansätze, was sich bei einem im Wandel befindlichen Bezugspunkt wie dem der Privatheit und ihren Bedingtheiten und Gefährdungen durch Digitalisierung in besonderer Weise anbietet. Gerade weil rechtliche Schutzkonzepte in Zeiten nachlassender normativer Steuerungskraft in Frage gestellt sind, sorgen die an diesem Kolleg beteiligten Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler für einen notwendigen Perspektivenwechsel und fruchtbringende Befunde, indem sie die kulturellen, medialen und philosophischen Bedingungen der Wandlungsprozesse rund um Privatheit analysieren und damit Hintergründe beleuchten, die für eine juristische Aufarbeitung notwendig sind. Damit wird es gelingen, die Passauer Privatheitsforschung in der internationalen Forschungslandschaft noch tiefer zu verankern.
Dem wissenschaftlichen Nachwuchs wird so ein sehr attraktives Forschungsangebot in einem hochaktuellen, zukunftsträchtigen und nach wie vor wissenschaftlich unterrepräsentiertem Themengebiet unterbreitet. Es zeichnet sich bereits ein Bedarf an qualifizierten Rechts- und Geisteswissenschaftlern ab, die ihre Kompetenz in Fragen des Privatheitsschutzes einbringen, um den umwälzenden digitalen Wandel zu bewältigen („digital change management“). Dies wird durch die Assoziierung eines Kollegen aus der Fakultät für Informatik und Mathematik noch einmal verstärkt, weil dessen Lehrstuhl für IT-Sicherheit die immer wichtiger werdende informationstechnische Perspektive abbildet.
Das weitergehende Forschungsprogramm fügt sich ideal in die gesamtuniversitäre und darüber hinausgehende Forschungslandschaft mit ihren Netzwerken ein. Dies gilt sowohl für das bereits errichtete Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern INDIGO als auch für die avisierte Mitwirkung der Universität Passau am neu entstehenden Zentrum Digitalisierung Bayern.

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Graduate School of International Cultural Studies (GSICS)

Zur Verbesserung der Doktorandenausbildung wurde im Jahr 2007 die Graduiertenschule Graduate School for International Cultural Studies (GSICS) an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. Sie bündelt und integriert aus dem Bereich der Kulturwissenschaften heraus die Schwerpunkte, die das Profil der Philosophischen Fakultät auszeichnen. In der GSICS können die Graduierten und Postgraduierten zum einen Zusatzqualifikationen erwerben (bspw. im wissenschaftlichen Schreiben und Präsentieren) und zum anderen können sie sich in einem interdisziplinären Kolloquium sowie in Workshops zu Literatur- und Kulturtheorie, Didaktik etc. organisieren. Mit GSICS hat die Philosophische Fakultät bisher sehr gute Erfahrungen auf dem Gebiet der so genannten strukturierten Graduiertenausbildung gesammelt. GSICS ist seither u.a. durch Ringvorlesungen, Vorträge und Publikationsreihen im Forschungs- und Lehrbetrieb der Universität präsent.

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Multimedia, Distributed and Pervasive Secure Systems Doktorandenkolleg (MDPS)

Das "Multimedia, Distributed and Pervasive Secure Systems (MDPS)" Doktorandenkolleg bietet Doktorandinnen und Doktoranden der Informatik an der Universität Passau, der INSA de Lyon (Frankreich) und der Università degli Studi di Milano (Italien) die Möglichkeit, gleichzeitig zwei Doktortitel in zwei der drei Mitgliedsländer zu erwerben. Derzeit sind deutsch-französische und französisch-italienische Doppelpromotionen möglich.

Die Dissertationen behandeln Teilbereiche des gemeinsamen MDPS-Forschungsprogramms. Hauptaugenmerk liegt auf dem Bereich Multimedia mit den drei Unterdisziplinen verteilte Systeme, pervasive/mobile Systeme und IT-Sicherheit. Die Doktorandinnen und Doktoranden verfassen ihre Arbeiten abwechselnd an ihren Partnerhochschulen und werden während der gesamten Promotionsphase von zwei Professorinnen bzw. Professoren aus zwei Ländern gemeinschaftlich betreut.

Zusätzlich veranstaltet das MDPS halbjährliche Workshops mit Seminaren und Gastvorträgen von Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung, bei denen die Doktorandinnen und Doktoranden wertvolles Feedback erhalten und sich über ihren aktuellen Forschungsstand austauschen können.

2012 wurde das MDPS-Doktorandenkolleg um einen deutsch-französischen Doppelmaster der Informatik (Ingénieur Informatique an der INSA de Lyon + Master Informatik mit Schwerpunkt Information und Kommunikation = IFIK) ergänzt. Dieser Studiengang bereitet die Studierende gezielt auf eine Promotion am MDPS Doktorandenkolleg vor.

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